Chiara Ducomble

Mezzosopranistin

Vita

Die belgische Mezzosopranistin Chiara Ducomble ist eine Künstlerin mit einer besonderen Affinität zur Oper, zu interdisziplinären und zeitgenössischen Werken sowie zu innovativen Konzertformaten. Zu ihren jüngsten Highlights zählen ihr Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg mit dem Staatsorchester Hamburg in Leonard Bernsteins MASS unter der Leitung des Generalmusikdirektors Omer Meir Wellber sowie die Co-Kuration einer Sozialen Symphonie, ebenfalls in der Elbphilharmonie.

In der Spielzeit 2023/24 war Chiara Mitglied des interdisziplinären Opernstudios am Theater Bielefeld. Dort sang sie bis heute unter anderem Berta in Rossinis Il barbiere di Siviglia, Glascha in Janáčeks Katja Kabanowa, den Sandmann in Anna Calvis Der Sandmann sowie die Rollen Lutgardis/Fake Messiah/First Desert Woman/Innkeeper in Wim Henderickx The Convert. Sie wirkte außerdem bei der Uraufführung von else (someone) mit und trat in der Kinderoper Von Sternen und Wünschen mit Musik von Jacques Offenbach auf.

Ihr deutsches Theaterdebüt gab sie 2022 als vierter Engel in der UA von Stefan Litwins Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wurde am Staatstheater Braunschweig. Zu ihrem Repertoire zählen zudem die deutschen Premieren von Ana Sokolovićs Svadba, Edward Rushtons Leinen aus Smyrna sowie Andreas Tarkmanns Didos Geheimnis. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeit zählten die Titelrolle der Seyma in Samuel Penderbaynes Subotnik an der Neuköllner Oper, Gastauftritte bei den Neuen Vocalsolisten Stuttgart sowie die Hauptrolle in der Mixed-Reality-Oper Wunschkind 4D mit dem Boat People Projekt (UA). Zudem trat sie als Prinz Orlofsky in Johann Strauss Die Fledermaus bei den Schlossfestspielen Weikersheim unter der Leitung von Dirk Kaftan, dem GMD des Theaters Bonn, auf. Zu ihren bevorstehenden Engagements gehört die Rolle der Dorabella in Così fan tutte an der Kammeroper München.

Neben ihrer Operntätigkeit widmet sich Chiara Ducomble intensiv dem Liedrepertoire und der Erforschung innovativer Konzertformate. Ein besonderes Highlight war ihre Aufführung von Hector Berlioz Les Nuits d’été mit den Bielefelder Philharmonikern. Zu ihren künstlerischen Kooperationspartnern zählen namhafte Dirigent:innen wie Kent Nagano, Sigvards Kļava, Constantin Trinks, Ivan Repušić, Gregor Rot und Anne Hinrichsen, sowie Regisseur:innen wie Nadja Loschky, Georg Zlabinger, Michael Heicks, Dominik Wilgenbus und Theresa von Halle.

Chiara studierte bei Prof. Gudrun Pelker an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie ihren Master im Fach Oper abschloss. Ergänzt wird ihre musikalische Ausbildung durch Gesangsstudien bei Jan Philip Schulze sowie Meisterkurse bei Ingeborg Danz, Johanna Vargas, Sylvia Greenberg, Claudia Barainsky, Ulrich Eisenlohr, Peter Kooij, Benjamin Bruns und Peter Berne. Als Stipendiatin des Deutschlandstipendiums gewann sie 2022 den ersten Preis beim internationalen Gesangswettbewerb des Vocallis-Festivals in den Niederlanden. Seit Herbst 2025 ist sie Stipendiatin für neue Konzertformen bei Tonali Hamburg.

„Für den Text und den Inhalt sind die Künstlerinnen und Künstler selbst verantwortlich.“

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